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Automatisierte Workflows mit Zapier & Alternativen

Systeme koppeln, ohne zu programmieren: Was die Werkzeuge leisten, wo die Kosten explodieren und was passiert, wenn ein Ablauf still ausfällt.

Zuletzt geprüft am 13.8.2026 · 8 Minuten Lesezeit

je Schritt
Übliche Abrechnungseinheit
1
Fehlerbenachrichtigung pro Ablauf, Pflicht
selbst
Betriebsart der offenen Alternativen

Verbindungswerkzeuge koppeln Systeme, die nichts voneinander wissen. Ein Formular wird abgeschickt, daraufhin entsteht ein Eintrag im CRM, eine Aufgabe im Projektwerkzeug und eine Nachricht im Team-Chat. Ohne Programmierung, zusammengeklickt.

Der Nutzen ist groß und die Einstiegshürde niedrig. Beides zusammen führt zu dem typischen Zustand nach zwei Jahren: dreißig Abläufe, von denen niemand mehr weiß, was sie tun, und fünf davon laufen seit Monaten nicht mehr.

Wie ein Ablauf aufgebaut ist

  1. Auslöser. Ein Ereignis in einem System: neue Zeile, neue E-Mail, abgeschicktes Formular, Zeitpunkt.
  2. Filter. Eine Bedingung, die entscheidet, ob es weitergeht. Der wichtigste und am häufigsten weggelassene Schritt.
  3. Umformung. Daten aufbereiten: Namen trennen, Datum formatieren, Text kürzen.
  4. Aktionen. Was in den Zielsystemen passiert.
  5. Fehlerbehandlung. Was geschieht, wenn ein Schritt scheitert. Ohne diesen Teil ist der Ablauf nicht fertig.

Die Anbieter im Vergleich

WerkzeugStärkeGrenzePasst für
Zapier Größter Anbindungskatalog, sehr einfache Bedienung Bei Volumen teuer, Verzweigungen begrenzt Einfache Kopplungen, wenig Technikwissen
Make Sichtbares Ablaufdiagramm, Schleifen und Verzweigungen, günstiger je Vorgang Steilere Einarbeitung Komplexere Abläufe, hohes Volumen
Quelloffen, selbst betrieben Keine Nutzungsgebühr, volle Datenhoheit, eigener Code möglich Betrieb, Aktualisierungen und Ausfälle liegen bei Ihnen Technisches Team, sensible Daten
Eingebaute Automatisierung der eigenen Systeme Keine zusätzlichen Kosten, keine zusätzliche Fehlerquelle Nur innerhalb desselben Systems Alles, was sich ohne Verbindung lösen lässt

Merksatz: Prüfen Sie zuerst, ob Ihre vorhandenen Systeme den Ablauf schon selbst können. Jede zusätzliche Verbindung ist eine weitere Stelle, an der etwas stillschweigend ausfallen kann.

Kosten realistisch einschätzen

Die Abrechnung erfolgt fast überall nach ausgeführten Arbeitsschritten. Ein Ablauf mit fünf Schritten, der täglich zwanzigmal läuft, verbraucht monatlich rund dreitausend Einheiten. Zwei Hebel senken das deutlich:

  • Früh filtern. Der Filter gehört unmittelbar hinter den Auslöser. Was danach herausfällt, kostet keine weiteren Schritte.
  • Bündeln. Statt jede Zeile einzeln zu verarbeiten, einmal stündlich alle neuen Zeilen gemeinsam.

Abläufe, die nicht still ausfallen

  1. Fehlerbenachrichtigung einrichten. Für jeden Ablauf, an eine Adresse, die gelesen wird. Ohne das merkt niemand einen Ausfall.
  2. Sprechende Namen vergeben. „Formular Kontakt → CRM + Chat“ statt „Zap 14“. In einem Jahr ist das der Unterschied zwischen Pflege und Neubau.
  3. Zweck dokumentieren. Ein Satz im Ablauf selbst: wozu er dient und wer ihn verantwortet.
  4. Halbjährlich aufräumen. Alle Abläufe durchgehen, ungenutzte abschalten statt löschen, nach drei Monaten Stillstand entfernen.
  5. Zugänge dokumentieren. Abläufe hängen an Konten. Wenn die Person geht, deren Konto verbunden war, brechen sie ab. Verwenden Sie geteilte Dienstkonten, keine persönlichen.

Sicherheitshinweis: Verbindungswerkzeuge haben weitreichenden Zugriff auf die angebundenen Systeme – oft mehr, als für den einzelnen Ablauf nötig wäre. Prüfen Sie die erteilten Berechtigungen, vergeben Sie wo möglich eingeschränkte Rechte, und leiten Sie keine personenbezogenen Daten durch einen Dienst, für den kein Verarbeitungsvertrag vorliegt.

Für Abläufe innerhalb des Marketings siehe Marketing-Automatisierung, für den E-Mail-Kanal E-Mail-Funnels. Die gemeinsame Datenbasis behandelt CRM-Systeme.

Häufige Fragen

Wie wird bei diesen Werkzeugen abgerechnet?
Meist nach ausgeführten Arbeitsschritten pro Monat. Ein Ablauf mit fünf Schritten, der hundertmal läuft, verbraucht fünfhundert Einheiten. Genau daran wird es bei häufig laufenden Abläufen unerwartet teuer.
Was ist der Unterschied zwischen Zapier und Make?
Zapier ist einfacher und teurer, mit dem größten Katalog an Anbindungen. Make bildet Abläufe als sichtbares Diagramm ab, kann Verzweigungen und Schleifen besser und ist bei hohem Volumen deutlich günstiger.
Gibt es Alternativen ohne laufende Kosten?
Ja, mehrere quelloffene Systeme lassen sich selbst betreiben. Die Lizenz ist frei, dafür tragen Sie Server, Aktualisierungen und Ausfälle. Das rechnet sich ab dem Punkt, an dem die Abrechnung nach Schritten spürbar wird und jemand den Betrieb übernehmen kann.
Was passiert, wenn ein Ablauf fehlschlägt?
Ohne eingerichtete Benachrichtigung: nichts, und niemand merkt es. Genau das ist die größte Gefahr – Abläufe fallen still aus, und der Fehler zeigt sich erst Wochen später an fehlenden Daten.

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