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Google SEO vs Yahoo! SEO
Yahoo betreibt seit Jahren keinen eigenen Index mehr. Wer für Yahoo optimieren will, optimiert in Wahrheit für Bing – mit spürbaren Unterschieden zu Google.
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- Relevante Indizes im Westen
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- Zusätzliche Konsole, die sich lohnt
- IndexNow
- Meldeweg, den nur Bing bietet
Die Frage nach dem Unterschied zwischen Google- und Yahoo-Optimierung hat eine kurze Antwort: Es gibt keine Yahoo-Optimierung mehr. Yahoo betreibt seit einer Vereinbarung aus dem Jahr 2009 keinen eigenen Suchindex für organische Ergebnisse, sondern bezieht sie von Microsoft. Wer bei Yahoo sichtbar sein will, arbeitet an der Sichtbarkeit bei Bing.
Damit wird aus der ursprünglichen Frage eine nützlichere: Was unterscheidet Google von Bing, und lohnt sich der zusätzliche Aufwand?
Wie sich die Ergebnisse unterscheiden
| Merkmal | Bing (und damit Yahoo) | |
|---|---|---|
| Deutung der Suchabsicht | weit entwickelt, oft über den Wortlaut hinaus | näher am eingegebenen Wortlaut |
| Exakte Begriffe im Titel | ein Faktor unter vielen | erkennbar stärker gewichtet |
| Verarbeitung von JavaScript | weitgehend zuverlässig | schwächer, serverseitig gerendertes HTML hilft |
| Ältere Domains | weniger ausschlaggebend | tendenziell begünstigt |
| Signale aus sozialen Netzwerken | offiziell kein direkter Faktor | sichtbar berücksichtigt |
| Aktive Meldung neuer Adressen | nur über Sitemap und Konsole | zusätzlich über IndexNow |
Merksatz: Es gibt keine getrennte Optimierung für zwei Suchmaschinen. Sauberes HTML, sprechende Titel, brauchbare Inhalte und eine schnelle Seite wirken bei beiden. Die Unterschiede betreffen die Feinheiten, nicht die Grundlagen.
Was sich für Bing zusätzlich lohnt
- Webmaster-Konto einrichten. Die Bing Webmaster Tools sind kostenlos und liefern eigene Daten zu Anfragen und Fehlern. Bestehende Daten lassen sich aus der Google Search Console übernehmen.
- Sitemap aktiv einreichen. Ein Eintrag in der robots.txt reicht nicht – auch bei Google nicht, bei Bing erst recht nicht.
- IndexNow einrichten. Neue und geänderte Adressen werden gemeldet statt abgewartet. Ein zentraler Schlüssel genügt für alle eigenen Domains.
- Titel prüfen. Weil Bing exakte Übereinstimmung stärker gewichtet, lohnt der Blick, ob der wichtigste Begriff wörtlich im Titel steht.
- Ohne JavaScript prüfen. Wenn der Inhalt im ausgelieferten HTML fehlt, sieht Bing ihn womöglich nicht.
Wann sich der Aufwand rechnet
In Deutschland liegt der Anteil von Bing im niedrigen einstelligen Prozentbereich – bezogen auf alle Suchanfragen. In bestimmten Zusammenhängen ist er deutlich höher: an Arbeitsplatzrechnern mit Windows-Standardeinstellungen, im geschäftlichen Umfeld und bei Zielgruppen, die vorinstallierte Einstellungen nicht ändern. Wer im Geschäftskundenbereich arbeitet, sollte in der Auswertung nachsehen, statt den Marktanteil zu schätzen.
Der Aufwand ist gering: Konto, Sitemap, IndexNow – ein Nachmittag, danach läuft es mit. Das ist ein anderes Verhältnis als bei einer eigenständigen Optimierungsstrategie, die sich nicht lohnen würde.
Der eigentlich wichtigere Punkt
Seit Suchergebnisse zunehmend mit generierten Antworten ausgeliefert werden und Assistenzsysteme Inhalte direkt zusammenfassen, verschiebt sich die Frage. Sie lautet nicht mehr nur, für welche Suchmaschine optimiert wird, sondern ob ein Inhalt so aufgebaut ist, dass er sich zitieren lässt: klare Fragen als Zwischenüberschriften, direkte Antworten im ersten Absatz, Angaben mit Datum, strukturierte Daten. Diese Arbeit wirkt bei Google, bei Bing und in generierten Antworten gleichermaßen – und ist deutlich lohnender als jede plattformspezifische Feinabstimmung.
Die Begriffsseite dazu ist Keyword-Recherche. Für örtlich begrenzte Angebote siehe lokale SEO, für die Verlinkung Backlink-Analyse.
Häufige Fragen
Hat Yahoo einen eigenen Suchindex?
Lohnt sich Optimierung für Bing überhaupt?
Was unterscheidet Bing von Google technisch?
Was ist IndexNow?
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