Business-Software
Redaktionsplanung mit Content-Software leicht gemacht
Die meisten Redaktionspläne scheitern nicht am Werkzeug, sondern an fehlenden Zuständigkeiten und zu vielen Feldern.
- 6
- Felder, die reichen
- 1
- Person pro Beitrag, namentlich
- 3 Mon.
- Sinnvoller Planungshorizont
Ein Redaktionsplan ist kein Kalender mit Themen, sondern eine Zuständigkeitsliste mit Terminen. Der Unterschied zeigt sich nach vier Wochen: Ein Kalender ohne Namen wird nicht abgearbeitet, weil sich niemand angesprochen fühlt.
Die sechs Felder, die reichen
| Feld | Inhalt | Warum es nötig ist |
|---|---|---|
| Thema | Als Frage formuliert | Zwingt zur Klarheit, verhindert Überschriften ohne Inhalt |
| Verantwortlich | Ein Name, keine Abteilung | Ohne Namen passiert nichts |
| Termin | Datum der Veröffentlichung | Der Fixpunkt, von dem rückwärts geplant wird |
| Status | Idee, in Arbeit, Prüfung, geplant, veröffentlicht | Zeigt Staus, bevor der Termin fällt |
| Ziel | Was der Beitrag bewirken soll | Entscheidet über Handlungsaufruf und interne Links |
| Verlinkung | Von wo nach wo intern verlinkt wird | Der am häufigsten vergessene Schritt |
Jedes weitere Pflichtfeld senkt die Wahrscheinlichkeit, dass der Plan gepflegt wird. Zielgruppenpersona, Tonalität, Kanalmatrix und Suchvolumen sind in der Theorie sinnvoll und in der Praxis der Grund, warum nach sechs Wochen niemand mehr einträgt.
Werkzeuge nach Teamgröße
- Eine bis zwei Personen. Eine Tabelle. Ernsthaft. Sie ist sofort da, jeder kann sie lesen, und sie lässt sich in fünf Minuten umbauen.
- Drei bis sechs Personen. Ein allgemeines Aufgabenwerkzeug mit Tafelansicht. Status als Spalte, Zuständigkeit als Zuweisung, Termin als Fälligkeit. Kein spezialisiertes Redaktionswerkzeug nötig.
- Größere Redaktionen mit festen Abläufen. Spezialisierte Redaktionssysteme mit Freigabestufen, Kalenderansicht und Veröffentlichung in die Kanäle. Der Aufwand lohnt ab dem Punkt, an dem Abstimmung mehr Zeit kostet als Schreiben.
- Mehrere Marken oder Sprachen. Dann wird ein System nötig, das Varianten desselben Beitrags verwalten kann, ohne dass daraus getrennte Bestände werden.
Merksatz: Wählen Sie das Werkzeug, das Ihr Team ohnehin täglich benutzt. Ein zweites System, das nur die Redaktion öffnet, wird zum Nebenschauplatz – und der wirkliche Stand steht dann wieder in Nachrichten und E-Mails.
Ein Ablauf, der sich durchhalten lässt
- Monatlicher Termin, feste Stunde. Ideenliste durchgehen, Themen für den Folgemonat festlegen, Namen und Termine vergeben. Ohne festen Termin verfällt jeder Plan.
- Rückwärts planen. Vom Veröffentlichungsdatum aus: Prüfung zwei Tage vorher, Entwurf eine Woche vorher, Recherche zwei Wochen vorher.
- Puffer einplanen. Rechnen Sie mit vier Beiträgen, wenn Sie fünf schaffen könnten. Ein Plan, der immer erfüllt wird, wird geglaubt.
- Verlinkung als Aufgabe führen. Nach der Veröffentlichung: Welche bestehenden Beiträge sollen auf den neuen verweisen? Ohne diesen Schritt bleibt jeder Beitrag allein.
- Quartalsweise zurückblicken. Welche Beiträge haben etwas bewirkt? Das steuert die nächste Auswahl besser als jede Themenliste.
Bestand pflegen statt nur Neues planen
Der Plan sollte nicht nur neue Beiträge enthalten. Bei jeder Monatsrunde gehören zwei Positionen dazu:
- Ein Beitrag zur Überarbeitung. Ältere Beiträge mit Einblendungen, aber schwacher Klickrate oder veralteten Angaben. Der Ertrag pro Stunde ist hier meist höher als bei einem neuen Beitrag.
- Eine Verlinkungsrunde. Neue Beiträge in bestehende einbinden. Fünfzehn Minuten, die regelmäßig mehr bringen als der nächste Text.
Woher die Themen kommen, behandelt Content-Ideenfindung. Was nach der Veröffentlichung passiert, steht unter Content-Distribution. Die Nachfrageprüfung liefert Keyword-Recherche.
Häufige Fragen
Braucht man dafür eine eigene Software?
Wie weit im Voraus sollte geplant werden?
Warum scheitern Redaktionspläne?
Was gehört mindestens in den Plan?
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